Solidarität mit den Schüler*innen der Berufsschule B1 und den von Abschiebung bedrohten Geflüchteten

+++ Kommt Heute (02.06) um 15 Uhr zu der Demo gegen Abschiebungen und Polizeigewalt am Berliner Platz (nahe der U-Bahn Station Rennweg) +++

Am 31.06.2017 wurde ein 21-Jähriger afghanischer Geflüchteter von der Polizei in seiner Klasse in der Nürnberger Berufsschule B1 festgenommen, um ihn am selbigen Abend nach Afghanistan abzuschieben.
In ein Land in dem regelmäßig Attentate erfolgen und erst am Vorabend ein Terroranschlag etwa 80 Menschen das Leben kostete. In ein Land in dem es, alleine im Jahr 2015, laut UN Berichten 11.002 zivile Opfer gab, über 50% der Betroffenen Frauen und Kinder waren und sogar das Auswärtige Amt eingesteht, dass in etwa der Hälfte der Distrikte eine hohe bis extreme Gefahr für Leib und Leben besteht. In ein Land in dem seit 1979 fast permanent Krieg und Terror herrscht.

Diese menschenverachtende Abschiebepraxis versuchten zahlreiche Mitschüler*innen zu verhindern, indem sie zivilen Ungehorsam in Form von Sitzblockaden leisteten.
Jedoch konnte der Abtransport trotz der Beteiligung von Passant*innen aufgrund von extremer Polizeigewalt nicht verhindert werden.
Im Anschluss zeigten circa 300 Personen ihre Solidarität mit dem Betroffenen auf einer spontanen Demonstration und Kundgebung vor der Ausländerbehörde Nürnberg.

Wir, der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) der Technischen Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm, verwehren uns gegen jede Art der Ausgrenzung von Menschen auf Grund
ihrer Herkunft, ihrer sexuellen Neigung oder Identität und haben uns dem Ziel verpflichtet für eine offene und solidarische Gesellschaft zu kämpfen.
Deshalb erklären wir uns solidarisch mit den beteiligten Schüler*innen der Berufsschule B1.
Ihrem Mut sich gegen das Unrecht zu stellen und ihre Inkaufnahme dafür unter anderem physische Gewalt von Seiten der Polizeikräfte zu erfahren, zollen wir großen Respekt.
Gleichzeitig kritisieren wir die massive Gewalt der anwesenden Polizeibeamt*innen und die menschenverachtende Abschiebepraxis der Bundesregierung aufs Schärfste!
Afghanistan ist kein sicheres Herkunftsland!

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