Für den erhalt der Villa Kunterbunt – und ein familienfreundliches Studium!

Am Freitag, 1. Februar, protestierten wir zusammen mit der Kindertagesstätte Villa Kunterbunt und der Fachschaft Sozialwissenschaften auf dem Richtfest des neuen Informationszentrum der TH gegen die drohende Schließung der KiTa.

Die Krabbelstube und Kindertagesstätte Villa Kunterbunt wurde 1989 in Eigeninitiative für die Betreuung von Kindern von Studierenden gegründet. Nach der anstehenden Renovierung der aktuellen Räumlichkeiten ist ein Wiedereinzug der KiTa seitens der Hochschule nicht vorgesehen. Eine Alternative wird von der TH Nürnberg nicht gestellt und konnte bisher auch extern nicht gefunden werden. Somit droht, dass die Betreuungsplätze in Zukunft wegfallen.

Jedoch besteht definitiv Bedarf an Kita-Plätzen für Kinder von Studierenden. Laut der 21. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks (2016) haben sechs Prozent der Studierenden ein bzw. mehrere Kinder. Davon sind 10 Prozent alleinerziehend. Im Durchschnitt müssen mehr als zwei Drittel der Studierenden neben dem Studium einer beruflichen Tätigkeit nachgehen. Mit Studium, Beruf und Kind sind studierende Eltern häufig sogar dreifach belastet. Viele ziehen aus diesem Grund das Studium mit Kind gar nicht erst in Erwägung. Daraus wird offensichtlich, dass bezahlbare und hochschulnahe Kinderbetreuung für Studierende dringend notwendig ist, um Studieren mit Kind zu ermöglichen.

Die TH Nürnberg führt „die Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ in ihrem Leitbild als „besonderes Anliegen“ auf. Für die Studierenden wird das allerdings aktuell nicht bemerkbar. Neben der drohenden Schließung der Kindertagesstätte stand auch die Schließung des Mutter-Kind-Lernraums mehrmals zur Debatte. Auch die Krippe milliOhm für Kinder von Hochschulangehörigen bietet nicht ausreichend Plätze für die Kinder Studierender. Aus unserer Sicht ist eine Familienfreundlichkeit an der TH Nürnberg für die Zukunft kaum noch gegeben, wenn die Hochschule nicht handelt und alternative Betreuungsmöglichkeiten und Aufenthaltsräume schafft.

Auch die örtliche Presse berichtet über die Proteste für den Erhalt der Krabbelstube und Kindertagesstätte Villa Kunterbunt, die das Richtfest des neuen Informationszentrums begleitet haben: “Die Eltern würden sich wünschen, dass Hochschule, Studentenwerk und Stadt sie bei der Suche nach Alternativen mehr unterstützen.”

Bei Interesse uns bei dieser Thematik zu unterstützen, meldet euch gerne bei der Villa Kunterbunt, der Fachschaft Sozialwissenschaften oder einfach bei uns.


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