Ehrenamt kostet Zeit.
Bringt dir nichts fürs Studium?
Du könntest das ändern.
Zwei Leben parallel führen
Feuerwehr, Sportverein, Flüchtlingshilfe, Kirchengemeinde, Studierendenvertretung. Hunderttausende Studierende in Deutschland engagieren sich ehrenamtlich – oft mit erheblichem Zeitaufwand. Und bekommen dafür im Studium: nichts.
Kein ECTS. Keine Anerkennung. Kein Wort im Zeugnis.
Das ist eine politische Entscheidung. Und politische Entscheidungen lassen sich ändern.
Was andere Hochschulen schon tun
Eine wachsende Zahl deutscher Hochschulen hat Modelle zur Ehrenamtsanerkennung eingeführt:
- ECTS für gesellschaftliches Engagement: Studierende können Punkte für nachgewiesenes ehrenamtliches Engagement einbringen – als Wahlfach oder über ein Zertifikat.
- Studium Generale mit Anerkennungsoptionen: Engagements werden im Transcript of Records vermerkt, auch wenn sie nicht auf Pflichtmodule angerechnet werden.
- Flexiblere Prüfungsfristen: Wer ein Amt ausübt (z.B. im StuPa oder AStA), kann in manchen Ordnungen eine Fristverlängerung beantragen.
Das sind keine Utopien. Das sind bestehende Regelungen an anderen Hochschulen – von Studierenden erkämpft.
Wo das entschieden wird
Die Interne Akkreditierungskommission überprüft, ob Studiengänge die Anforderungen erfüllen – sie hat Einfluss auf die Modulstruktur. Der SVA Lehre und Studium kann Anträge und Empfehlungen formulieren. Der Senat kann Rahmenbedingungen beschließen.
In all diesen Gremien sitzen Studierende – entsandt vom StuPa. Du könntest einer von ihnen sein.
Was du tun kannst
Du musst kein Antrag-Experte sein. Bring deine Perspektive mit. Erzähl, wie viel Zeit dein Ehrenamt kostet und was du dabei lernst. Diese Geschichten sind der stärkste Hebel für Veränderung.
Du willst wirklich was ändern?
Das Studierendenparlament ist dein Instrument. Kandidiere, komm zu einer Sitzung, oder bring deinen Antrag ein – alle Sitzungen sind öffentlich.